Gründung und Werdegang Kreisschützenbund 1958 e.V. Büren
(ergänzte Auszüge aus den Vorworten der Chronik 25/47 Jahre Kreisschützenbund Büren)
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Chronik KSB
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Im Frühjahr 1958 erhielten Oberst Wilhelm Lange, Heinz Becker (später Bleiwäscher Bürgermeister und Oberst) und
Anton Granitza  (Festwirt) vom Heimatschutzverein Bleiwäsche den Auftrag, die Idee „Kreisschützenfest beim Kreis Büren vorzutragen. Oberkreisdirektor Greve und Landrat Wilper standen dem Plan zunächst skeptisch gegenüber. Zwei Wochen später gab es grünes Licht aus dem Bürener Kreishaus, jedoch mit den Auflagen, dass keine Eintrittsgelder erhoben werden durften und die finanzielle Verantwortung ganz dem Heimatschutzverein Bleiwäsche oblag. Der Kreis Büren lud die Schützenvereine zum ersten Kreisschützenfest am 28.09.1958 nach Bleiwäsche ein, stiftete den Kreiskönigsorden und wollte für spätere Feste eine Standarte fertigen lassen.
 
Bange Erwartungen der Verantwortlichen in Bleiwäsche waren schnell verwischt, als sich bei herrlichem Sonnenwetter über 1.000 Schützen mit Königinnen, Hofstaat, Fahnen und Musikkapellen einfanden. Dazu bildeten weit mehr als 2.000 Besucher aus dem ganzen Kreisgebiet eine prächtige Kulisse. So bedurfte es keiner Frage, dass man das Fest wiederholen sollte. Einigkeit herrschte schnell darüber, das nächste Kreisschützenfest in dem Ort auszutragen, aus dessen Verein oder Bruderschaft der König ermittelt war. Grundlagen für die weitere Entwicklung wurden in der Versammlung am 30.11.1958 in Niederntudorf erarbeitet, an der 40 Vereine teilnahmen. Es kam einstimmig zur
Gründung des Kreisschützenbundes, der sich als Interessengemeinschaft der Schützenvereine, Schützenbruderschaften und Heimatschutzvereine im Gebiet des Kreises Büren verstand. Zum ersten Kreisschützenoberst wählte man Landrat Heinrich Wilper aus Verne. Je ein Vertreter wurde aus den fünf Ämtern, nämlich Atteln, Büren, Lichtenau, Salzkotten-Boke und Wünnenberg, bestimmt. Die damals festgelegte Sperrfrist von 5 Jahren wurde später  auf 10 und schließlich auf 20 Jahre verlängert mit der weiteren Auflage ab 1982, dass die Vereine aus dem Amtsbezirk des Ausrichters jeweils gesperrt sind. Wurde im ersten Jahr nur der Kreisschützenkönig ermittelt, so zeichneten die Schützen ab dem 2. Fest auch Kronprinz, Apfelprinz und Zepterprinz mit Orden aus. Den Schützenvogel stellt seit 1959 die Fa. Klingenthal aus Salzkotten zur Verfügung.
Zum 2. Kreisschützenfest in Blankenrode am 13.09.1959 konnte die Standarte durch Diözesanpräses Aloys Schnepper aus Verne geweiht und übergeben werden.  Das Kreisschützenfest gewann schnell immer mehr an Interesse und Beachtung, was in den steigenden Teilnehmer- und Besucherzahlen deutlich zum Ausdruck kam. Selbstverständlich war, dass am Samstag die Gefallenenehrung mit einem Gottesdienst den Auftakt bildete. Später kam ein Heimatnachmittag, gestaltet von den örtlichen Vereinen, hinzu. Der Ehrgeiz, dass kein Ort dem anderen nachstehen wollte, trug seinen Teil dazu bei, dass die
gesamte Bevölkerung bemüht war, dem Ort zum Kreisschützenfest ein „festliches Gewand zu geben. Straßen wurden ausgebaut, unansehnliche Winkel beseitigt, Hausfassaden gestrichen, Vorgärten verschönert usw. - Maßnahmen, die ohne das Kreisschützenfest lange auf sich hätten warten lassen. Kreisschützenoberst Heinrich Wilper verstarb plötzlich am 3.3.67 im Alter von 58 Jahren. Zum Nachfolger wählte man wenig später Felix Klingenthal, Oberst der St. Johannes- Schützenbruderschaft Salzkotten. Unter seiner Leitung beschloß man 1974 in Haaren eine neue Satzung und die Eintragung in das Vereinsregister.
 
Mit der am 01.01.1975 in Kraft getretenen kommunalen Neugliederung wurden die Gemeinden Essentho, Meerhof, Oesdorf und Westheim dem Hochsauerlandkreis und die Gemeinden Garfeln, Hörste, Mettinghausen und Rebecke dem Kreis Soest  zugeordnet, während der Kreis Büren im Kreis Paderborn aufging. Der Kreisschützenbund Büren überstand diese Verwaltungsreform bis heute ohne Beeinträchtigungen. Inzwischen treffen sich die Schützen nicht nur beim Kreisschützenfest, seit 30 Jahren findet man sich im Spätherbst zu einem Herbstball, auch Kreisköniginnenball genannt, ein. Darüber hinaus hat der Kreisschützenbund neben der ständigen Beratung seiner 52 Vereine schon 6 Fahrten zur Steuben-Parade in New York organisiert.

Zum „25-jährigen veröffentlichte der Kreisschützenbund eine Chronik über die ersten 25 Kreisschützenfeste. Autor und Redakteur war Kreisheimatpfleger Hans Kohlenberg, Salzkotten. In
einer außerordentlichen Fleißarbeit wurden von ihm alle Texte handgeschrieben, die Geschichte der einzelnen Orte nachgeforscht, viele Motive nachträglich fotografiert und so ein für unseren Raum sehr informatives Schützenbuch zusammengestellt.
 
Felix Klingenthal gab 1987 nach 20 erfolgreichen Jahren sein Amt als Kreisschützenoberst an Josef Kloppenburg vom Schützenverein Haaren weiter, der nach 3 Wahlperioden 1999 die Führung des Kreisschützenbundes an Bruno Wiemers vom Schützenverein Husen übergab. Der ehemalige Oberkreisdirektor des Kreises Büren, Hermann Kaup, schied 1995 nach 32 Jahren tatkräftiger Unterstützung unseres Bundes als Beisitzer im Vorstand aus. Die Mitgliederversammlung ehrte ihn durch die einstimmige Ernennung zum Ehrenmitglied. 1987 war bereits Felix Klingenthal, 1999 wurde Josef Kloppenburg zum Ehrenkreisschützenoberst ernannt.
Das „kleine Jubiläum „40 Jahre Kreisschützenbund Büren und die zahlreichen Nachfragen zu unserer Erstausgabe veranlassten den Vorstand des Kreisschützenbundes, eine Neuauflage herauszugeben. Die damals bereits nach kürzester Zeit vergriffene Ausgabe (Kreisschützenfeste von 1958 – 1982) ist jetzt erweitert um die Jahre 1983 bis 1998 und die 15 Mitgliedsvereine, die bis 1998 noch kein Kreisschützenfest ausgerichtet hatten.Für diese Neuauflage lieferten die Mitgliedsvereine Texte und Bildmaterial über ihre Heimatorte und die Schützenvereine mit entsprechenden Erläuterungen. Man findet hier ein bunt schillerndes Bild unserer Heimat in Text und Bild aus alleiniger Sicht der betroffenen Orte.Die nicht immer einfache Redaktion lag in den bewährten Händen des langjährigen Geschäftsführers Helmut Tewes, der fast 30 Jahre die Geschäfte des Kreisschützenbundes führte und im Jahr 2010 seine Dienstgeschäfte in die Hände von gleich drei Nachfolgern übergab: Kreisgeschäftsführer Christian Hesse von der St. Meinolfus Schützenbruderschaft Fürstenberg, stellv. Kreisgeschäftsführer Ralf Nolte vom Schützenverein Bad Wünnenberg und Kreiskassenführer Ferdi Freitag von der St. Sebastian Bruderschaft Büren.
 
Im November 1997 führte der Kreisschützenbund gemeinsam mit dem Kreis Paderborn im Kreismuseum Wewelsburg die Ausstellung Schützenwesen im Altkreis Büren durch, ein wahrer
Publikumsmagnet in der Vorweihnachtszeit. Die sehenswerten Exponate der Vereine vermittelten den zahlreichen Ausstellungsbesuchern einen anschaulichen Einblick in die Geschichte, die Sitten und Bräuche der Schützen in unserer Heimat. Diese pfleglich zu bewahren und der Nachwelt unverfälscht zu erhalten, ist ein wichtiges Ziel unseres Kreisschützenbundes.
 
Der Kreis Paderborn hat als Rechtsnachfolger des Altkreises Büren unsere Zielsetzung und die großen Verdienste der Schützen anerkennend gewürdigt. In seinem Kreisausschussbeschluss vom 2. Dezember 1991 ist die enge Bindung zwischen dem Kreis Paderborn und dem Kreisschützenbund Büren dauerhaft festgeschrieben.  
 
Dankbar sind wir auch jenen Vereinen, die, obwohl durch Kreis- oder Gemeindegrenzen getrennt, zum Kreisschützenbund Büren stehen. Sie demonstrieren immer wieder in bewundernswerter Weise, wie man im alten Verbund mit neuen Grenzen engagiert im Schützenwesen aktiv bleiben kann, seit der Gründung des Kreisschützenbundes im Jahr 1958 auf der Struktur der ehemaligen fünf Ämter Atteln, Büren, Lichtenau, Salzkotten-Boke und Wünnenberg.
 
Im Frühjahr 2002 verstarb im Alter von 83 Jahren unser Ehrenkreisschützenoberst Felix Klingenthal, dessen Handschrift der Kreisschützenbund auf Dauer trägt. Sein großzügiges Schützenherz zeigte er den Altkreisschützen immer wieder. Bereits zum 9. Kreisschützenfest 1966 in Oberntudorf stiftete Felix Klingenthal die erste Kette für den Kreisschützenkönig, Beim 12. Kreisschützenfest 1969 in Boke überreichte er der Kreiskönigin ein wertvolles Diadem. Auch die neue Königskette stiftete Ehrenkreisschützenoberst Felix Klingenthal zum 25. Kreisschützenfest 1992. Ebenso sorgte er im Jubiläumsjahr für einen Königinnenorden, der auch allen noch lebenden ehemaligen Kreisköniginnen nachträglich überreicht wurde. 
 
Der Kreisschützenbund Büren betreut derzeit 52 Mitgliedsvereine mit insgesamt rund 25.000 Schützen.
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Kreiskönigskette
Kreisschützenoberst
Landrat  Heinrich Wilper
Kreisschützenoberst
Felix Klingenthal
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Vorstand Kreisschützenbund Büren in 2010